Mehr zu Antwort 3

Einflüsse des Seelenlebens auf menschliche Tätigkeiten im allgemeinen und auf die Eurythmie im besonderen lassen sich nicht eliminieren, sie sind Teil des menschlichen Daseins. Sie lassen sich jedoch bestenfalls bewusst beobachten, verfolgen und gestalten und so in die entsprechenden Untersuchung miteinbeziehen. Das gehört jedenfalls zu einer bewusst durchgeführten eurythmischen Intervention im Rahmen eines wissenschaftlich-künstlerischen Experiments. Darüber hinaus gehört die Verfeinerung und Höherentwicklung des Seelenlebens zu den eigentlich selbstverständlichen Tätigkeiten eines künstlerisch-wissenschaftlich tätigen Menschen. Die Achtsamkeit auf das individuelle Seelenleben ist unter diesen Bedingungen kein zufälliges Ereignis, sondern Teil des experimentell-produktiven Studiendesigns. Selbstverständlich heisst das nicht, dass damit beansprucht werden kann, dass diese Einflüsse in allen Fällen vollumfänglich erkannt und über alle Zweifel erhaben sachgemäss interpretiert und die Resultate entsprechend gewertet werden – oder gar, dass der seelische Schulungsweg weitgehend abgeschlossen sein muss. Es besteht jedoch der Anspruch, auf diese Phänomene zu achten und sie in die Untersuchung und Selbstschulung mit einzubeziehen. Dazu gibt es keine Alternative, es sei denn der grundsätzliche Verzicht auf Eingriffe in Naturprozesse irgendeiner Art (was natürlich unmöglich ist).

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